Olaf Horlitz

„Lebe lang und in Frieden. Und verlier nicht den Kopf.“
Syranitischer Abschiedsgruß
Geboren 1980 in einem Land, das jeglichen Bezug zur Realität verloren hatte, wuchs Olaf Horlitz in einer skurrilen Welt zwischen Fahnenappellen und ewig weißen Wintern auf (oder für Erwachsene: zwischen Schießbefehl und günstigem Wohnraum). Bereits 9-10 Jahre später endete dieser Spuk jedoch.
„Olaf, als die Mauer fiel“, seufzte ein Taramer nachdenklich, als ihm ein Kind in der Menge ins Auge fiel, das fasziniert einem historischen Großereignis beiwohnte. Gewiss hatte es keine realistische Vorstellung davon, welche Auswirkungen darauf folgen würden.
Doch die Nachwehen dieses Ereignisses, zumindest soweit sie den jungen Olaf Horlitz direkt betrafen, äußerten sich vor allem in einer explosionsartigen Zunahme sehenswerter Kino-, und Fernsehinhalte, dem Sammeln von Ü-Ei-Figuren und dem ausgiebigen Studium von Spielekonsolen. Diese wilden 90er endeten schließlich mit dem Beginn eines neuen Jahrtausends und dem erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel.
Die Jahre, die folgten, waren geprägt von eher trostlosen Tätigkeiten zwischen Kaserne, Versicherungsakten und Headset und boten wenig Wegweisendes, ließen allerdings auch eine Reihe kreativer Talente und eine dauerhafte Verbundenheit mit dem Internet erwachen.



Mit einer dreijährigen Ausbildung und dem Beginn der Arbeit als staatlich anerkannter Erzieher im Hort (1.-6. Klasse) begannen ab 2005 Jahrzehnte der beruflichen Stabilität.
Dies ermöglichte ihm, sich zu fragen, was noch da draußen ist, was noch auf ihn wartete. Es gelang ihm, diese Fragen mit der Gründung einer Familie und dem Schreiben von Büchern zu beantworten.
Dabei erwiesen sich diese Dinge neben dem Berufsleben als so schwer miteinandervereinbar (Überraschung), dass er vier Jahre für sein erstes, und acht Jahre für sein zweites Buch benötigte.



Die Zukunft ist ungewiss, verborgen im Nebel der Zeit, doch wie das Leben birgt auch Erdland noch viele Geheimnisse. Unzählige Regionen, Wesen, und Geschichten warten auf ihre Entdeckung. Und so wird Erdland, ganz gleich, was das Leben für Olaf bereithält, auf die eine oder andere Weise wachsen. Schritt für Schritt, Wort für Wort.
„Eine ganze Welt herzustellen ist erstaunlich einfach. Man muss nur reichlich Fossilien vergraben, damit der Schwindel nicht gleich auffliegt.“
Orgu, enervierender Gesandter der Askatsul

